„Alle liken mich, außer Dir!“

Handysucht ist nicht die Sucht, dauernd das Handy zu benutzen, sondern seine eigene Wichtigkeit zu prüfen!

Während die einen Menschen immer häufiger das scheinbar zunehmende aggressive Verhalten ihrer Zeitgenossen beklagen, sehnen sich die anderen nach persönlicher Zuwendung und Empathie.

Vergeblich.

Aber: warum ist das so?

Wer sich in einer kalten Welt nach Wärme sehnt, friert noch mehr! Klick um zu Tweeten

Das Handy wird zunehmend zum Glücksspielautomat, selbst dann wenn es nicht zum Spielen benutzt wird.

Die Wirkung im Gehirn ist ähnlich wie beim Zocken am Glücksspielautomat.

Eigentlich müssten Smartphones aus neurowissenschaftlicher Sicht, genau denselben Disclaimer haben, wie die Lottogemeinschaft (Glücksspiel kann süchtig machen) oder die Zigarettenschachteln (Rauchen gefährdet die Gesundheit).

Aber die Liste der Folgen aus der Handysucht wäre vermutlich für’s Display zu lang…

Es lohnt sich dennoch einen Blick auf die Zusammenhänge zu werfen.

Das könnte vielleicht den einen oder anderen motivieren, selbstverantwortlich die Nutzung zu beschränken, bevor er mit 50 Jahren schon nicht mehr weiß, wer er ist, weil er an Alzheimer erkrankt ist.

Ich verteufle nicht das Handy als solches. Es hat seine segensreichen Seiten.

Aufgrund meiner eigenen intensiven Beschäftigung mit dem Gehirn und dessen optimaler „Nutzung“ sah ich mich motiviert, einfach mal Zusammenhänge aufzuzeigen, die entweder nicht bekannt sind oder – nicht nur aufgrund der Handysucht – zu schnell wieder in Vergessenheit geraten.

Welche Schlüsse Du dann aus diesen möglichen Folgen für Dich ziehst, bleibt Dir überlassen.

Jeder ist für sich selbst verantwortlich und ist sein eigener Schöpfer, vorausgesetzt, er weiß noch, wer er ist…  😉

Handysucht – der Begriff trifft nicht den Kern

Es geht um das – offensichtlich im wirklichen Leben unbefriedigte – Gefühl, wichtig zu sein, gesehen und anerkannt zu werden. Und natürlich geht es darum, Gewissheit zu haben, dass möglichst viele Menschen die persönliche Meinung teilen.

Das gilt zumindest für die privaten Profile.

Das Handy ist zum Statussymbol mit Auswirkungen auf die Beziehungsfähigkeit, Ausdrucksweise, Empathie und Gesundheit, die an Dramatik und Folgenschwere unfassbar sind.

Mal abgesehen von der elektromagnetischen Strahlungsproblematik, die jeder unterschwiedlich bewertet, wird die Handysucht (wie jedes „ferngesteuerte“ Verhalten auf Autopilot) mit für die „Neurological Stress Regulation Disorder“ verantwortlich gemacht.

Die Folge dieser Störung in der Stressverarbeitung im Gehirn aufgrund von mangelnder Neuroplastizität können Burnout, Depressionen, Vergesslichkeit und Alzheimer sein. Wenn das Gehirn aufgrund dieser einseitigen Belastung schrumpft, drohen zudem auch „Turbulenzen“ in der Hormonsteuerung und Proteinproduktion.

Neuroplastizität beschreibt die Formbarkeit des Gehirns bzw. der Neuronen. Wenn diese gestört ist verbauen sich die Menschen den Zugang zu ihrem Selbst, ihren schöpferischen Fähigkeiten und dem Lebenssinn.

Natürlich können für diese Neurological Stress Regulation Disorder auch noch weitere Faktoren in Frage kommen als nur die Handysucht.

Hier geht’s zum kostenfreien Selbsttest und weiteren Details zur Neurological Stress Regulation Disorder.

Handysucht und die Beziehungsfähigkeit

Natürlich gab es auch schon vor der Smartphone-Inflation Paare, die sich nicht allzuviel zu erzählen hatten, wenn sie unterwegs waren, im Café oder im Park.

Aber was ist den anderen, der Mehrheit?

Da sitzt ein junges Paar beim Kennenlernen in einem Restaurant: sie bildschön, er lecker anzuschauen, aber sie sind nicht allein! Sie sind nicht zu hundert Prozent mit ihrer Aufmerksamkeit beim anderen, weil ja eben permanent die Smartphones bimmeln, sobald irgendjemand auf WhatsApp gehustet hat oder auf Facebook einen Post kommentiert hat.

Logisch, dass sich das Gegenüber nicht wirklich gesehen, wahrgenommen und wertgeschätzt wird.

Von der Unsitte der Handynutzung am Familientisch mal ganz zu schweigen.

Es ist natürlich ganz wunderbar von „sozialen Medien“ zu sprechen.

Aber die wahren sozialen Bindungen im wirklichen Leben drohen den Bach runterzugehen.

Handysucht und die Fähigkeit zur Empathie (und Ausdrucksfähigkeit)

Empathie setzt im ersten Schritt eine hohe bzw. freie Wahrnehmungskompetenz voraus.

Das Bedürfnis der Menschen, gerade im persönlichen Kontakt wahr und ernstgenommen zu werden war – subjektiv empfunden – noch die größer.

Das rührt zum einen daher, dass ihnen nicht mehr die Aufmerksamkeit zuteil wird, wie zu Zeiten VOR dem Handy. Eine Aufmerksamkeit die am ehesten ihrem natürlichen Bedürfnis entsprach.

Zum anderen suggeriert ja jeder Like, jeder neue Fan, jede Nachricht (von allen anderen), dass man so unheimlich wichtig ist.

Folglich wächst der Anspruch an die Zuwendung der Menschen im wirklichen Leben ungleich mehr.

Empathie setzt im zweiten Schritt auch voraus, entsprechend der (idealerweise korrekten) Wahrnehmung des anderen ko-respondierend zu antworten, zu reagieren und vor allem: zu sprechen!

Fatalerweise schrumpft nicht nur das Gehirn unter der Handysucht, sondern auch der Wortschatz.

Äh, ja. Tut er das nicht eh, wenn man den Lehrern glauben darf, wonach der Wortschatz der Erstklässler eher „unterbelichtet“ ist… ?

Ich nenne das mal ein vielschichtiges Vereinsamungsrisiko der Menschen, was natürlich wieder u.a. Alzheimer & Co. begünstigt.

Ist das nicht toll: erst ruiniert die Menschheit mit ihrem Konsum- und Wegwerfverhalten die Umwelt und mit dem Leistungsdruck sich selbst. Aber weil sie mit 50 Jahren spätestens einsam und an Alzheimer erkrankt ist, kann sie sich an nix mehr erinnern! Suuuuper!

Die Handynutzung und die Gesundheit

Selbst, wer das Handy ja (auch / nur) für Sudoku oder Gehirnjogging und andere „Gedächtnis-“ oder Bildungsspiele nutzt, riskiert einen Hirnschaden.

In welchem Umfang, das kann keiner Wissen.

Denn es spielen noch weitere Faktoren eine Rolle.

Das Gehirn ist die Bar, an der die biochemischen Cocktails ausgegeben werden, die fast alle unsere Körper- und Geistesfunktionen steuern, beeinflussen oder erst ermöglichen.

Was also, wenn der Barkeeper also nun sich irgendwie mit der Dosierung bei den Zutaten für den Cocktail verhaut oder einfach mal was weglässt, weil der „Lieferant“ für die Botenstofe nicht geliefert hat?

Dann reicht manchmal ein einziger toxischer Cocktail aus, um Dein Licht auszulöschen – oder zuerst die Erinnerung daran, wer DU bist.

Wie wäre es also, mit Neuroshaping die Neuronen elastisch zu halten und Barkeeper in Deinem Oberstübchen fit und geschmeidig? Dann komm‘ doch in meine Facebook-Gruppe!

Zusammenfassung:

Mir ist sehr wohl bewusst, dass kein einziger der genannten Punkte wirklich einen Anreiz liefert, etwas zu ändern.

Aber vielleicht wäre es ja schon ein Anfang, wenn es beispielsweise Arbeitgeber, die zumindest im Business einen Beitrag leisten könnten, dass die Handys weniger genutzt werden?

Lustig wäre ja auch ein Handynutzungsverbot in Restaurants, so wie mit dem Rauchen auch:

Dann treffen sich die Raucher mit den Handynutzern draußen vor dem Restaurant, auch im Winter bei Eiseskält. Aber wer sitzt dann eigentlich noch IM Restaurant?

Und vielleicht gibt es ja irgendwann mal noch etwas Sinnigeres als diese „Spinning-Wheels“, um vor allem im zwischenmenschlichen Bereich zu einer Glückshormon-Ausschüttung zu führen, gegenüber dem alle Likes und Shares dieser Welt einpacken können?!

Dann war mein Artikel zum Thema Handysucht nicht ganz umsonst…  😉

 

Wünsche Dir geniales Leben!

Deine Angela

Angela D. Kosa

Author Angela D. Kosa

Angela D. Kosa hat nach dreißig Jahren Berufstätigkeit endlich den Mut gefunden, ihr "Querdenken" zum Beruf zu machen. Ihre neurologischen Selbst-Experimente helfen Suchenden, ihren Weg zu deren "Genius Lounge" in sich zu finden, sich selbst zu SEIN und ihre Beziehungen auf allen Ebenen zu verbessern. Sie hat ihren Unternehmens- und Wohnsitz seit 2010 auf den Kanaren.

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